Weizenallergie

Was ist eine Weizenallergie?

Bei einer Weizenallergie ist im Unterschied zur Gluten-/Weizensensitivität immer das Immunsystem beteiligt. Dabei bildet der Körper Antikörper gegen das Weizenprotein. Die Diagnose der Weizenallergie erfolgt wie bei anderen Allergien mittels Testung auf diese spezifischen Antikörper im Blut und einen Pricktest auf der Haut.25

Formen der Weizenallergie

Es gibt verschiedene Formen der Weizenallergie. Vor allem im Kindesalter zählt Weizen zu den Hauptallergenen. Bis zum Schuleintritt verschwindet die Weizenallergie dann aber meist. Bei Erwachsenen findet man eher eine dauerhafte Form der Weizenallergie, die nur in Verbindung mit körperlicher Anstrengung auftritt (WDEIA) oder die Form des Bäckerasthmas, das durch das Einatmen von Weizenmehl ausgelöst wird.

Wie macht sich eine Weizenallergie bemerkbar?

Eine Weizenallergie zeigt sich insbesondere durch Symptome auf der Haut, wie Juckreiz oder Hautirritationen sowie durch Reaktionen im Bereich der Atemwege (Asthma), oft unmittelbar nach der Mahlzeit. Aber auch Verdauungsbeschwerden, die zeitverzögert auftreten, sind möglich.

Wie wird eine Weizenallergie behandelt?

Die Behandlung der Weizenallergie besteht in erster Linie aus einer Ernährungsumstellung. Nachdem eindeutig festgestellt worden ist, dass eine Weizenallergie vorliegt, müssen Weizen und verwandte Getreidesorten vom Speiseplan gestrichen werden. Dabei ist zu beachten, dass in vielen verarbeiteten Lebensmitteln Weizen versteckt ist – auch, wo man es gar nicht vermuten würde. So kann beispielsweise auch ein Roggenbrot Anteile von Weizen enthalten. Auch glutenfreie Produkte sind nicht grundsätzlich weizenfreie, da sie glutenfreie Weizenstärke enthalten können, die für Allergiker ungeeignet ist.26

Quellenangaben

25Schär Content: Zoeliakiebuch_2019-05.pdf, Seite 9.
26https://www.schaer.com/de-de/a/was-ist-eine-weizenallergie

 

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